Ausstellungen Eschenbachgasse - 9. Februar bis 13. März 2021!
Nach Lockerung der COVID-Schutzbestimmungen sind in der Eschenbachgasse 11 im Ausstellungsraum der Akademie der bildenden Künste Wien die Gruppenausstellungen New Views on Same-Olds, die xposit-Präsentation von Raffaela Bielesch mit dem Titel Ja, ist noch da! bis 13. März 2021 zu sehen. Um die Ecke am Getreidemarkt ist auch der neue Mehrzweckraum der Akademie wieder zu besuchen, den eine Gruppe von – teils ehemaligen – Studierenden unter dem Titel poodle orange bin ich aufgewacht gestaltet hat.
Die detaillierten Presseinformationen und das Vermittlungsprogramm zur Ausstellung New Views on Same-Olds finden Sie im Infokasten rechts zum Download.
New Views on Same-Olds
Eine Ausstellung in der Programmreihe xhibit der Akademie der bildenden Künste Wien
Die Gruppenausstellung New Views On Same-Olds lädt die Besucher_innen ein, Wiederholung nicht nur visuell zu erfahren, sondern auch zu denken und zu fühlen. Möglichkeiten gibt es dazu beim stundenlangen Tanzen in einem verdunkelten Clubraum, beim Erschnuppern einer Brotskulptur oder dem Bestaunen eines exzessiv trainierten 3-fachen Axel, einer Figur im Eiskunstlauf. Die Präsentation möchte ein unabgeschlossener Versuch bleiben, der dem Rätsel der Wiederholung nachspürt und untersucht, wie dieses die Sinne ganz subtil verschiebt.
Im Zentrum stehen dabei 22 künstlerische Beiträge, die wie ein Zeitkristall immer und immer wieder gedreht neue Facetten des Themas zeigen. Die Zusammenstellung bildet dabei weniger einen historischen Abriss über das Thema der Wiederholung, als eine phänomenologische Suche, die sich durch Sinnliches, Unzeitgemäßes und Aufständisches schlängelt. Ein vermeintlich geschlossener Kreis wird durch eine kleine Verschiebung zur Spirale. Es bleibt unklar: Verändert sich das Betrachtete oder die Betrachtenden selbst?
Details zur Ausstellung und zum Vermittlungsprogramm im Pressetext im Infokasten rechts.
Ausstellungsbooklet zum Download
JA, IST NOCH DA!
Eine Ausstellung von Raffaela Bielesch im Rahmen der Reihe xposit 2020: Draw a Distinction
Raffaela Bielesch (* 1984) spürt in ihrer Ausstellung unserer affektiven Bindung an die Welt der Dinge nach. Über die Fotografie eines zerbrochenen Setzkastens und Fotogramme der in ihm vormals platzierten Preziosen referenziert sie auf die Vielfalt jener persönlichen Gegenstände, die wir mit ideellen Bedeutungen belegen. Die Strategie Objekte, die mit Erinnerungen beladen sind, festzuhalten, zu ordnen und zu systematisieren, entpuppt sich in ihrer Präsentation als abhängig von den medialen Möglichkeiten der Zeit und gleichzeitig als entscheidender Faktor der Konstruktion persönlicher Identität.
Vielfach nähert sich die Künstlerin ihrer Reflexionen zu Aufbewahrungsstrategien an, indem sie sie in Analogie zum Medium der Fotografie und der Materialität ihrer diversen Aufzeichnungsmethoden setzt. So auch in Hinblick auf die gewählte Technik des Fotogrammes, das jene Spuren zeigt, welche die auf dem Fotopapier liegenden Gegenstände hinterließen. Sie gleichen flüchtigen oder beinahe vergessenen Erinnerungsbildern, sind mehr Spuren der Zeit als fotografische Abbilder. Musterformen als abstrakte Erzählstrukturen finden sich auch auf den konsolenartigen Stoffobjekten der Künstlerin. Es handelt sich bei den Ornamenten um digital erzeugte Muster von Gegenständen, die auf der Onlinebörse willhaben angeboten werden.
Detailliertere Informationen finden Sie im Pressetext zum Download rechts im Infofeld.
poodle orange bin ich aufgewacht
Cosima Baum, Florian Hofer, Fabian Puttinger, Michael Reindel
Cosima Baum, Florian Hofer, Fabian Puttinger und Michael Reindel – vier, teils ehemalige, Studierende der Akademie der bildenden Künste Wien – begeben sich im neu eröffnenden Akbild Forum am WIener Getreidemarkt in ihrem Projekt poodle orange bin ich aufgewacht auf die Spur der Sprache von Dingen. In einer intensiven Recherche machten sie sich auf die Suche nach jenen Geschichten, welches Sitzmöbel oder anderes Inventar der Akademie über die Institution selbst erzählen. Seien es Sonderwünsche von Lehrenden, Einzelstücke gefertigt von Studierenden, Funktionsobjekte, Liebhaberstücke, reine Dekorationsobjekte oder Provisorien. Viele dieser Objekte und Sitzgelegenheiten treten nun über die Dauer von rund einem Jahr im Rahmen der künstlerischen Gestaltung des Akbild Forum am Getreidemarkt 12 in wechselnde Konstellationen. Ebenso wie die Collagen, die als Teil der Gesamtgestaltung den Rechercheprozess dokumentieren und assoziativ weiterführen, laden sie die Besucher_innen dazu ein, die Institution der Akademie, prägende Momente ihrer Geschichte und spezifische Charakteristika ihres Selbstverständnisses in der Auseinandersetzung und Nutzung ihrer Inventargegenstände selbst zu erkunden.
Das Akbild Forum bietet ab Oktober 2020 in mehrfacher Hinsicht eine neue Plattform für das Ausstellungswesens der Akademie. Lokalisiert am Getreidemarkt 12 soll der neue Raum Ort der Diskussion über die nebenan präsentierten Ausstellungen bieten sowie den Rahmen für Veranstaltungen, die sich mit ausstellungstheoretische wie -praktischen Fragen auseinandersetzen. Nicht zuletzt ist Akbild Forum aber auch Experimentierfeld für Studierende, die in einem jährlich ausgeschriebenen Wettbewerb eingeladen werden, den Raum künstlerisch zu gestalten.